Osku Palermaa erst im Endspiel bei 33rd Canon Malaysian International Open bezwungen
Pech für Finale-Bowler Osku Palermaa der bei den 33rd Canon Malaysian Open am Samstag (20.03.2010) buchstäblich nur ein Strike zum Turniersieg in Malaysia fehlte. Aber im 10.Frame blieb nach dem ersten Strike vor laufenden Fernsehkameras (ESPN übertrug die Finalspiele asienweit) im zweiten Anwurf der unbedingt zum Turniersieg benötigte Doppelstrike aus. Der 4`er Pin wackelte heftig - aber er fiel nicht. Ohrenbetäubender Jubel bei den zahlreichen Fans von Adrian Ang (Malaysia), der im 10. Frame vorgelegt hatte und dabei Osku Palermaa durch einen 4-6 Split nochmals die Siegchance eröffnete. Ein großartig organisiertes Turnier, das fast alle asiatischen Spitzenspieler in seinem Teilnehmerfeld hatte, die sich mit unserem 3-fachen EBT-Champion Osku Palermaa und den zur Zeit in der EuropeanBowlingTour führenden Dominic Barrett aus England auseinander setzen mussten.
Zulmazan Zulkifli, Malaysias Bowling-Superstar, der die Malaysian Open die letzten beiden Male gewonnen hatte strebte auf seiner Heimbahn den Hattrick an. Aber auch Ang, der eine Woche zuvor in Paris das Endspiel erreicht hatte war auf Sieg programmiert. Zunächst lief auch alles so wie es sich die malaysischen Bowlingfans gewünscht hatten. Mit Ang, Zulkifli und dem erst 18jährigen Yusuf Abdul Raof aus dem BackUp Eliteteam Malaysias hatten gleich drei einheimische Spieler das Viertelfinale erreicht. Dominic Barrett war in der zweiten Finalrunde mit 197 Schnitt gescheitert. In der ersten Finalrunde musste schon der zweifache Weltmeister Remy Ong aus Singapore den schwierigen Bahnverhältnissen Tribut zollen.
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Aber das Viertelfinale (2 KO-Spiele) brachte die ersten Sensationen. Konnte Adrian Ang gegen Shaker Al-Hassan mit 2:0 noch seiner Favoritenrolle recht locker gerecht werden, scheiterte der Titelverteidiger Zulmazran Zulkifli mit 2:1 an Hussain AL-Suwaidi. Osku Palermaa setzte sich nach hartem Kampf gegen Basil Low aus Singapore knapp mit 2:1 Siegen durch. Positive Überraschung für die Malaysischen Bowlingfans dann durch Yusuf Abdul Raof, der den favorisierten Thailand-Open Sieger Yannaphon Larpapharat mit 2:1 bezwingen konnte.
Im Semifinale schienen die Rollen klar verteilt: Osku Palermaa gegen den erst 18jährigen Y.A. Raof und Adrian Ang gegen H. Al-Suwaidi. Damit schien das Wunschendspiel der Organisatoren Palermaa gegen Ang vorprogrammiert. Aber nach zwei Spielen stand es in beiden Semifinalspielen 1:1. Insbesondere der einheimische Youngster Y.A. Raof kam in seinem ersten Fernsehfinale nach glatter Niederlage und Rückstand im zweiten Spiel noch einmal zurück und konnte dem großen Osku Palermaa ein drittes Spiel abringen in dem er allerdings dann keine Chance mehr hatte.
Im anderen Semifinale benötigte der hohe Favorit Adrian Ang ebenfalls drei Spiele um gegen H.AL-Suwaidi ins Traumfinale gegen Osku Palermaa einzuziehen.
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Im Endspiel trauten dann die Zuschauer in der Halle und an den Bildschirmen ihren Augen nicht. Osku Palermaa 147 Pins mit einem Doppelstrike in Frame acht und neun. Adrian Ang 163 Pins. Spielten da wirklich zwei Weltklassebowler ? Die nach dem Semifinale frisch geölten Bahnen, die ohnehin keine Superergebnisse wie z.B in Paris ermöglichen waren ganz offensichtlich so unterschiedlich, dass die beiden Finalisten kaum ihr gewohntes Spiel zeigen konnten. Zumindest die einheimischen Fans konnten damit leben, hatte doch ihr Hero das erste Spiel gewonnen. Aber Osku Palermaa, der sich beim Chronisten schon nach der Qualifikation über den nicht besonders guten Zustand der Bahnen äußerte, kämpfte sich zurück ins Match. Mit 238 Pins in Durchgang zwei gegenüber Angs 200Pins war er zurück im Spiel (1:1).
Aber im alles entscheidenden dritten Spiel ging wiederum Adrian Ang in Führung, in dem er mit Doppelstrike und Drilling ohne Fehler bis zum 9.Frame wie der sichere Sieger aussah, weil Osku Palermaa zunächst keinen Doppelstrike und zwei offene Frames hatte. Durch Osku Palermaas Doppelstrike im 8. und 9. Frame kam es dann zu dem bereits beschriebenen "Finale".
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